Nach dem Krieg beließ England 10.000 Soldaten als „Befriedungsheer“ in Kanada, was die Kolonisten wegen der Kosten, aber auch wegen der englischen Abneigung gegen ein stehendes Heer mißtrauisch machte. Als nächste Maßnahme folgte eine königliche Proklamation, die jedes Siedeln westlich der Appalachen verbot, womit vor allem die Gesellschaften, die mit diesem Land bereits gehandelt hatten, getroffen wurden. Damit sollten die kooperierenden Indianerstämme belohnt werden, de facto wurde die Siedlungsgrenze in den nächsten Jahren immer weiter nach Westen verschoben. 1764 wurde der currency act verabschiedet, der den Kolonien die Ausgabe von Papiergeld verbot und zur Deflation führte. Der im gleichen Jahr beschlossene sugar act sah zwar eine Senkung des Zolls auf Melasse um 50%, aber auch eine echte Kontrolle der Einfuhren und die Verurteilung von Schmugglern vor einem Vizeadmiralsgericht vor. Bisher hatten die amerikanischen Jurygerichte Schmuggler äußerst milde behandelt, da die neuenglischen Kolonien auf billige Melasse angewiesen waren. Der stamp act von 1765 schrieb eine kostenpflichtige Genehmigung sämtlicher Druckerzeugnisse vor, die benötigte Bürokratie sollten die Siedler zahlen, Verstöße wurden wiederum von einem Vizeadmiralsgericht beurteilt. Unter dem Motto no taxation without representation zogen die Kolonisten gegen diese verdeckte Steuer ins Feld und protestierten erstmals gegen dasselbe Gesetz (ohne jedoch zusammenzuarbeiten). Der quartering act (1765) schließlich forderte die Stellung von Unterkünften für Soladten, was in England schon seit 1628 verboten war. Es gab Proteste auf allen Ebenen, Resolutionen wurden verabschiedet, die gewalttätigen Sons of Liberty verfolgten Steuereintreiber und boykottierten englische Waren (non-importation), bis die um ihren Profit fürchtenden englischen Händler beim Parlament intervenierten. 1766 wurde der stamp act zurückgenommen und stattdessen der declaratory act verabschiedet, der das grundsätzliche Recht des Parlaments bestätigte, Gesetze für die Kolonien zu beschließen. Diese politische Dummheit wurde von den Kolonisten als Absichtserklärung verstanden, obwohl der declaratory act aus englischer Sicht nur eine Selbstverständlichkeit formulierte. Die Siedler dagegen fühlten sich dem König unterstellt. Ihre charters stammten größtenteils aus dem 17. Jahrhundert, in dem das Parlament noch keine große Rolle spielte und die Kolonien eine königliche Angelegenheit waren.
In der aktuellen Situation war es deshalb nur folgerichtig, daß sich die Siedler mit der Bitte an den König wandten, er möge sie als seine Untertanen schützen und das Parlament zur Ordnung rufen. Ihre Initiative blieb wegen der prinzipiellen Haltung Georg III. erfolglos, es wurden sogar weitere Abgaben auf Tee, Glas, Blei, Farben und Papier (die die Kolonisten aus England importieren mußten) erhoben. Außerdem waren weiterhin britische Soldaten in Nordamerika stationiert. Trotz der brisanten Situation kam es erst 1770 zu Zusammenstößen zwischen Soldaten und Kolonisten: Beim Boston Massacre reagierten 1770 britische Truppen auf Steinwürfe mit Schüssen, fünf Kolonisten starben. Obwohl es keinen Schießbefehl gegeben hatte, wollte London nach diesem Vorfall die Abgaben zurücknehmen, um die Atmosphäre zu entspannen. Eine Abstimmung im Kabinett ergab allerdings eine knappe Mehrheit (5:4 Stimmen) für die Beibehaltung der Steuern.
Der Krieg entzündete sich schließlich an der Teefrage. Durch den Boykott der Kolonien drohte die East India Company, die große Teebestände angehäuft hatte, bankrott zu gehen. 1773 erließ die britische Regierung deshalb einen neuen tea act, der die Zölle stark reduzierte. Gleichzeitig wurde der navigation act, nach dem aller Handel über London laufen mußte, aufgehoben. Der direkte und kaum besteuerte Handel zwischen Indien und Nordamerika ließ die Teepreise so stark sinken, daß der Schmuggel unprofitabel wurde und die Boykotteure unter Druck gerieten. Deshalb wurde im Dezember 1773 bei der Boston Tea Party eine Schiffsladung Tee der East India Company von als Indianer verkleideten radikalen Siedlern ins Wasser geworfen. Auf die Vernichtung britischen Tees im Wert von 10.000 £ reagierte London mit vier Zwangsgesetzen (coercive acts), die sich speziell gegen Boston und den Staat Massachusetts richteten. Eine weitgehende Blockade des Bostoner Hafens und das Verbot der Ausfuhr von Waren sollte die Siedler zwingen, Schadensersatz für die zerstörte Schiffsladung Tee zu leisten. Außerdem wurden die charters der Kolonien aufgehoben: Künftig konnte der König beide Parlamentskammern ernennen, die assemblies sollten dagegen nur noch einmal jährlich stattfinden. Auch die Rechtsprechung und die Einsetzung von Sheriffs und Geschworenen war wieder königliches Recht; Strafprozesse konnte der britische Gouverneur in eine andere Kolonie oder nach England verlegen. Auch der quartering act (Siedler hatten für die Unterkünfte der Soldaten zu sorgen) wurde erneut bestätigt. Die Tendenz, die Kolonien wieder ganz der englischen Macht zu unterwerfen, war unverkennbar. Hinzu kam eine politische Ungeschicktheit: Während in England und in fast allen Kolonien Katholiken als Staatsfeinde betrachtet wurden, waren die französischsprachigen Katholiken um Quebec in der Mehrheit. Deshalb wurde die katholische Kirche in Kanada anerkannt, was die durchgängig protestantischen nordamerikanischen Kolonien aus religiösen Gründen ablehnten. Der Quebec act erweiterte nun das Gebiet von Quebec auf Kosten der übrigen Kolonien.
1774 kam es deshalb auf dem Kontinentalkongreß zu einem ersten Zusammenschluß der Kolonien gegen England, nur Kanada, Florida und die westindischen Inseln beteiligten sich nicht. Die übrigen zwölf Kolonien beschlossen nunmehr offiziell einen Boykott britischer Manufakturwaren.
England reagierte mit der Verlegung weiterer Truppen, am 19. April 1775 wurden die ersten Schüsse abgegeben. Auf dem zweiten Kontinentalkongreß am 10. Mai in Philadelphia (nun mit Florida) wurde der Act of Union, ein letzter Kompromißvorschlag, verworfen. Fast alle Pamphlete der damaligen Zeit werteten die Auseinandersetzung als Familienstreit zwischen der „Mutter“ Großbritannien un den „Kindern“, den Kolonien. John Locke verwies darauf, daß die natürliche Autorität der Eltern ende, wenn die Kinder erwachsen würden. Weil die nordamerikanischen Kolonisten sich also aufgrund von Kultur und Sprache durchaus als Engländer fühlten, war die Gefahr eines echten Krieges zunächst gering; schließlich wollte man nicht gegen das eigene Land kämpfen. Andererseits betrachteten die tugendhaften Siedler das Mutterland mit Mißtrauen. Das Bild England als zwar reiches, aber korruptes Land übernahmen die Kolonisten von einem radikalen englischen Politiker. Darüber hinaus gab es natürlich verschiedene Verschwörungstheorien, die von einer geplanten Versklavung der freien Amerikaner durch Parlament und Regierung kündeten. Schließlich wandte man sich auch vom König, der 1760 noch begeistert gefeiert worden war und dem die Vernachlässigung seiner Schutzpflicht vorgeworfen wurde, ab. Der Engländer Thomas Paine veröffentlichte im Januar 1776 nach den ersten Kämpfen eine Schrift mit dem Titel Common sense, in den er nicht nur die Monarchie, sondern auch Georg III. persönlich anklagte und für eine Republik eintrat. Mit solchen Ansichten war er in England auch unter den Radikalen ein Außenseiter und wanderte bald nach Amerika aus. Dort wirkte Common sense bahnbrechen, Georg III. wurde nun nicht mehr als gütiger Vater des Empire betrachtet, sondern als Tyrann, aus dessen Herrschaftsbereich man sich lösen wollte. Die Abwendung fand ihren Höhepunkt mit der Unabhängigkeitserklärung, die von dem erst 33jährigen Thomas Jefferson aufgesetzt und am 4. Juli 1776 angenommen wurde. Allerdings war die Erklärung eher ein Propagandamittel im Krieg, denn etwa 1⁄3 der Amerikaner stand loyal zum König, ein weiteres Drittel war sich unsicher. Andererseits gab sie den Kolonien auch den Status einer kriegführenden Nation und damit die Möglichkeit zu Bündnissen etwa mit Frankreich.
Die dritte Funktion war das Aufsetzen eines Grundrechtskatalogs als Fundament der neuen Nation. Im ersten Teil der Erklärung (etwa 1⁄3 des Textes) wurde die politische Philosophie der Siedler zusammengefaßt. Sie bestand aus einem Gemisch von englischen Grundrechten, Standpunkten der britischen Opposition und Anleihen bei der Aufklärung (Locke, Rousseau): Alle Menschen (d.h. alle weißen Männer) seien gleich geschaffen und hätten unveränderliche Rechte, neben Leben und Freiheit auch die pursuit of happiness. Eine Regierung sei von den Regierten dazu eingesetzt, diese Rechte zu sichern, und könne bei Mißbrauch ihrer Macht des Amtes enthoben werden. Der zweite Teil war eine ausführliche Anklage gegen Georg III., dem die eigerung, Gesetze zu unterzeichnen, die Auflösung von assemblies, die Entziehung der charters und die Entsendung von Soldaten vorgeworfen wurden. Allerdings waren fast alle Maßnahmen (außer den Soldaten) unbestrittene Rechte des Königs, andere Vorwürfe waren unzutreffend. Daß Georg III. sich tatsächlich persönlich um ein militärisches Eingreifen in Amerika bemühte, konnten die Siedler nicht wissen. Den König trieb die Furcht, nach den nordamerikanischen alle Kolonien zu verlieren, deshalb handelte er starrsinnig und prinzipiell, ohne die politische Situation zu berücksichtigen. Trotz ihrer dubiosen Grundlage kam die Anklage gegen den König bei den Siedlern an, und der Haß der Kolonisten machte sich in symbolischen Handlungen Luft: Statuen Georg III. wurden niedergerissen, Straßen umbenannt.
Im Krieg kämpften auf beiden Seiten auch Frauen, selten als reguläre Soldaten, häufig aber als Versorgungsleute und bei der Verteidigung ihrer Häuser. Die kolonieübergreifende Organisation der amerikanischen Truppen war allerdings äußerst schlecht, ihre Operationen beschränkten sich meist auf die Heimatkolonie. Gleichzeitig wurden in Satiren die schlechten britischen Soldaten karikiert und George Washington zum Mythos und großen Feldherrn verklärt. Schließlich entschied sich der Krieg 1781 für die Amerikaner, 1783 wurde in Paris ein Frieden geschlossen, den der König unterzeichnen mußte. Die nun unabhängigen Kolonien schloß England sofort vom lukrativen Handel aus. Da der Staatenbund sehr lose war, konnten sich die einzelnen Kolonien auch nicht gegen Vertragsbrüche wie die weitere Stationierung von britischen Soldaten wehren. Erst 1789 wurde ihr Zusammenhalt enger und ihre Macht größer.