Mit Personal Rule wird die Herrschaft Karls ohne Parlament zwischen 1629 und 1640 bezeichnet (je nach Perspektive wird sie in der Literatur auch 11 years of tyranny oder period of calm and peace genannt). Sie war zunächst geprägt vom Abklingen der antiköniglichen Stimmung, denn ohne Parlament gab es keine Steuerbelastung. Karl plante, kein Parlament mehr einzuberufen, bis sich die Situation so verbessert hatte, daß er wieder auf die Bewilligung von Subsidien hoffen konnte. 1628 war der Duke of Buckingham ermordet worden, so daß Karl nun tatsächlich allein, ohne seinen wichtigsten Berater und ohne das Regulativ einer Volksvertretung herrschte. Dies hatte den Nachteil, daß der König jeden Bezug zum Volk verlor, den er vorher noch (wenn auch gefiltert durch Buckingham) gehabt hatte. Er näherte sich seiner katholischen Ehefrau Henrietta Maria an, was einen neuen Einfluß in katholischer Richtung bedeutete und für die Krone nicht besonders günstig war. Ansonsten verfolgte Karl seine eigene religiöse Linie des Arminianismus und vergab hohe Ämter an arminianistische Geistliche wie Roger Manwaring, Richard Montague und William Laud. Laud war auch die treibende Kraft des Umbaus. Außer ihm hatte kaum jemand Einfluß auf den König, der ein autoritäres Gehabe pflegte und seinen Privy Council mit Speichelleckern besetzte.