4 Von der Declaration of Rights bis zu den anfänglichen Schwierigkeiten der „deutschen Herrschaft“ und dem South Sea Bubble

Die kommentarlose Flucht Jakob II. bereitete den Tories Probleme: Ohne den Hauch einer Anweisung des Königs konnten sie eigentlich nicht handeln. Schließlich eingte man sich auf die Bildung einer convention, die im Gegensatz zum Parlament auch ohne Einberufung des Königs zusammentreten konnte. Die Versammlung bestand aus 174 Whigs, 156 Tories und 123 politisch nicht festgelegten Abgeordneten. Ende Januar 1689 begannen die Beratungen, die unter denkbar schlechten Bedingungen stattfanden: Ausländische Truppen hielten London besetzt, eine legitime Regierung fehlte und Wilhelm forderte immer massiver die englische Krone. Außerdem befürchtete man zu Recht Aufstände im katholischen Irland nach einer Invasion Jakob II. mit französischen Truppen. Gerüchte über katholische Unterstützer Jakob II. führten zu Pogromen gegen Katholiken, deren Häuser angezündet wurden. Aus religiöser Sicht war Wilhelm der Garant für eine Restitution der ausschließenden anglikanischen Kirche, aber als König wollte ihn eine Mehrheit der convention eigentlich nicht haben. Die Debatten konzentrierten sich auf die Wahl zwischen Jakob II., dem legitimen König, und Wilhelm, dem ausländischen, aber gut protestantischen Eroberer, die Existenz des kurz vorher geborenenThronfolgers wurde erfolgreich verdrängt. Aber schon am 29. Januar veröffentlichte man eine Erklärung, England könne nicht von einem „popish prince“ regiert werden – mit anderen Worten, Jakob II. war als Monarch untragbar. Nun begann die Diskussion über die Rechte eines zukünftigen Königs, in die sich sogar erzkonservative Tories wie Lord Falkland einschalteten.