Die declaration of rights war das Ergebnis der Beratungen über die Form des englischen Königtums. Im ersten Absatz wurde Jakob II. vorgeworfen, die protestantische Religion unterminiert zu haben. Dieser Vorwurf wurde mit einer Auflistung von zwölf Vergehen belegt.
Der zweite Absatz befaßte sich mit dem Vakanz des Throns, ein theoretisch in einer Erbmonarchie nicht möglicher Zustand: Jakob II. habe „abgedankt“ (abdicated), Wilhelm habe lediglich für die Bildung der convention gesorgt. Über die Formulierung hatte es eine heftige Debatte gegeben.Die Rückkehr Jakob II. mußte auf jeden Fall verhindert werden, weil das Auftreten des trotz allem rechtmäßigen Herrschers das Land in einen Bürgerkrieg gestürzt hätte. Die Tories standen für „freiwillig verlassen“ (voluntarily abandoned) und eine Alleinherrschaft Marias, die Lords für „verlassen“ (deserted) unter Einbeziehung Wilhelms, während die Whigs dem König sogar einen Bruch des „Regierungsvertrages“ (ein Begriff, den John Locke wenig später prägte) zwischen König und Volk vorwarfen. Man einigte sich auf den Ausdruck „abdicate“, der sowohl aktivisch als auch passivisch verstanden werden konnte und deshalb für ein Abdanken als auch für ein Abgedanktwerden Jakob II. stand. Die nicht–willentliche Flucht des Königs war natürlich offensichtlich, trotzdem wurde bewußt mit dem Prinzip der Erbmonarchie gebrochen.
Der dritte Absatz enhielt eine Liste von 13 ancient rights, der der neue Monarch bestätigen sollte (wie Wilhelm es in seiner Propaganda versprochen hatte). Hier bemühten sich Tories und Whigs einträchtig, alle geplanten Neuerungen als alte Rechte erscheinen zu lassen – Innovation war immer noch negativ besetzt. Die unkritische Übernahme dieser „konservativen“ Propaganda führte in der Forschung lange Zeit zur Vorstellung, die Revolution sei tatsächlich konservativ gewesen. Die Liste war von einem Komitee aus 29 Whigs und 14 Tories erstellt worden, sie hatte ursprünglich 28 Artikel umfaßt, von denen aber ungefähr die Hälfte nicht in der convention durchsetzbar gewesen wäre. Deshalb wurden die Artikel, die mit viel gutem Willen als überkommen gelten konnten, von den radikalen Neuerungen abgelöst und übernommen. Sie bildete ein Gemisch aus alten und moderateren neuen Regelungen:
De facto bestätigten 6 der 14 aufgenommenen Artikel tatsächlich bestehende Rechte, die übrigen waren Erweiterungen alter oder vollständig neue Bestimmungen.
Im vierten Absatz schließlich wurden Wilhelm von Oranien und und seine Frau Maria Hyde, die Tochter Jakob II., zusammen zu König und Königin erklärt, Wilhelm erhielt die alleinige Regierungsgewalt, Thronfolger sollten aber nach den Kindern Marias zunächst ihre Schwester Anne und dann erst Wilhelm sein (diese Lösung setzte sich nur knapp und nach erheblichem Druck Wilhelms gegen den Vorschlag der Alleinherrschaft Marias durch).
Mit dieser Deklaration war theoretisch eine Grundlage für ein starkes Parlament als Gegengewicht zum König geschaffen. Denn als Deklaration hatte der Text keine Gesetzeskraft, ein Gesetz hätte entweder vom König (den es im Moment nicht gab) bestätigt oder als Petition vom Parlament beschlossen werden müssen. Für den Inhalt einer Petition galten aber erheblich engere Grenzen. Wilhelm konnte die Deklaration erst anerkennen, wenn er König war – aber er mußte nicht. So verfielen die Abgeordneten auf ein Geldübergabe-Szenario: Bei der Krönungsfeierlichkeit wurde die Deklaration feierlich verlesen, man wartete die Zustimmung Wilhelms ab und krönte ihn erst dann. Obwohl seine Antwort nicht völlig eindeutig war – er sagte allgemein, er wolle die Rechte der Engländer achten – war die moralische Verbindlichkeit der Deklaration hoch, zumal sie rasch vervielfältigt und mit der Antwort des Königs zusammen verbreitet wurde. Wilhelm beschwerte sich zwar über die seiner Meinung nach untragbare Einschränkung seiner Macht wie auch über die finanzielle Ausstattung, konnte aber nicht wirklich etwas dagegen ausrichten. Um ihn stärker an die Zustimmung des Parlaments zu binden, hatte man sogar seinen Krönungseid geändert: statt die Gesetze „granted by the kings of England“ zu achten, mußte er nun die Achtung der vom Parlament verabschiedeten Statuten schwören. Auch im Untertaneneid wurde die Formel „right and lawful kings“ durch ein einfaches „kings“ ersetzt. Trotz dieser Konzessionen verweigerten der Erzbischof von Canterbury, mehrere andere Bischöfe und viele Geistliche den Eid und verloren daraufhin ihre Ämter. Non–Jurors wurde zur Bezeichnung für stockkonservative Verweigerer jedes Kompromisses.
Nun stand die formale Umsetzung der Deklaration noch aus, die im Dezember 1689 mit der bill of rights vollzogen wurde. Wilhelm unterschrieb eine leicht modifizierte Version der Deklaration, in der nun zusätzlich festgehalten war, daß der König Protestant sein und eine Protestantin heiraten müsse, daß das Parlament der Repräsentant der Bevölkerung sei. Der nächste Thronfolger sollte einen Eid gegen den Katholizismus schwören und fiele ebenfalls unter die test acts: die auf dem Kontinent übliche Regelung, nach der ein Volk die Religion seines Monarchen annahm, wurde also in England auf den Kopf gestellt. Die bill of rights stellt ein zentrales englisches Verfassungsdokument dar, das auch die amerikanische Verfassung beeinflußte. Mit ihr wurde die Macht des Parlaments ausgeweitet und die monarchische Prärogative eingeschränkt. Das Parlament war (vor allem im Kriegsfall) für die Regierung essentiell notwendig geworden.
Die Religion war ein immer noch sehr wichtiger Punkt, Papismus galt als Symbol der Armut, die geglückte Überfahrt Wilhelms im Herbst und die gescheiterte Rückkehr Jakob II. aus Frankreich hatte das Volk in der Annahme bestärkt, Gottes Willen zu erfüllen. Religiöse Toleranz war in der Deklaration nicht erwähnt worden, trotzdem wollte man jetzt den dissentern (natürlich nicht den Katholiken) einige Rechte zugestehen, um nicht hinter dem tyrannischen Jakob II. zurückzustehen. 1689 wurde deshalb der toleration act verabschiedet, der den Abweichlern Gottesdienste und Versammlungen erlaubte. Von öffentlichen Ämtern waren sie weiter ausgeschlossen, auch den Zehnten an die anglikanische Kirche mußten sie zahlen. Das war erheblich weniger als Jakob II. ihnen versprochen hatte, die Diskriminierung wurde noch bis 1823 aufrecht erhalten.