Am Ende der Walpole–Ära war Großbritannien das reichste Land der Welt gemessen am Vermögen pro Kopf. Allerdings öffnete sich im 18. Jahrhundert die Einkommensschere zwischen Armen und Reichen auch immer mehr. Hinzu kam ein starkes Bevölkerungswachstum von 5,7 Mill. Einwohnern Ende des 17. Jahrhunderts auf 9,3 Mill. im Jahr 1801. Vor allem seit den 1740er Jahren kam es durch die besseren Lebensverhältnisse (vor allem die bessere Ernährung brachte eine höhere Immunität) und die geringere Sterblichkeit zu einer echten Bevölkerungsexplosion. Trotz dieses enormen Wachstums verbesserte sich die Versorgung im gesamten Zeitraum, weil die Agrarproduktion parallel um 61% zunahm. Verantwortlich waren effektivere Methoden, z.B. Knollen als Viehfutter und Fruchtwechsel, die durch Ratgeber verbreitet wurden. Jeder einzelne Landarbeiter konnte mit den verbesserten Maschinen 50% mehr produzieren, so daß Brot fast immer erschwinglich war. Eine weitere Neuerung waren die enclosures, mit Hecken und Zäunen eingeschlossene Felder, die den ineffektiven Streubesitz ersetzten. Um die Effektivität weiter zu erhöhen, wurden per Gesetz gemeinschaftlich genutzte Landstücke auf Druck von Großgrundbesitzern privatisiert. Diese Tendenz zur Konzentrierung brachte zwar höhere Erträge, ließ aber auch die Kleinbauern zu Landarbeitern absinken, von denen außerdem viele wegen der gesteigerten Produktivität arbeitslos wurden. Der Lebensstandard der verbliebenen Bauern stieg an, die Arbeitslosen zogen in die Städte, in denen die entstehenden Fabriken Arbeit versprachen. Die Bevölkerung Londons stieg wegen der Landflucht im 18. Jahrhundert von 500.000 auf 950.000. In den ebenfalls expandierenden Zentren Birmingham, Manchster und Leeds wurden große Fabriken mit mehreren hundert Arbeitsplätzen gebaut, die Eisen und Stahl für neue Maschinen oder Wolle und Baumwolle zum Export verarbeiteten.