Die mittleren Schichten verdienten mindestens 40 bis 80 £ pro Jahr und konnten sich so ein relativ komfortables Leben mit Bediensteten und mehreren Räumen leisten. Vor allem die Frauen der Mittelschicht verfügten deshalb im 18. Jahrhundert erstmals über Freizeit. Durch die neuen Berufe bei den großen Gesellschaften (Angestellte, Rechtsanwälte) war die Mittelschicht sehr schnell entstanden, ihr gehörten am Ende des 18. Jahrhunderts zwei von fünf Familien an. Die Löhne lagen doppelt so hoch wie in Frankreich und höher als im gesamten übrigen Europa. Die steigenden Einkommen gingen in Konsumgüter wie Porzellan, Zahnbürsten, Streichhölzer, Schirme und Wecker, was auch durch den Ausbau des Transportsystems und die neue Mobilität von Waren ermöglicht wurde. Im Jahr 1800 wurde nur 1/3 der Schiffstransporte noch auf natürlichen Flüssen durchgeführt. Der Earl of Bridgewater ließ zum Transport seiner Kohlen einen eigenen Kanal bauen, neugegründete Gesellschaften bauten Straßen. Das Handelsvolumen stieg rasant an: Der Binnenmarkt verdreifachte sich, der Export nahm sogar um 500% zu. Die o.g. neuen Handelsgüter dienten vor allem dem häuslichen Komfort und schufen nun auch im Mittelstand eine Behaglichkeit mit Teppichen, stabilen Türen und weichen Stühlen, die früher dem Adel vorbehalten war. Während also die Unterschichten in der beginnenden Industrialisierung verloren, gewannen die Großgrundbesitzer und der neue Mittelstand.