Die Konservativen beriefen sich bei der Ablehnung des imperativen Mandats auch auf die Antwort, die sie der amerikanischen Parole No taxation without representation entgegengestellt hatten. Zwar könnten die Amerikaner nicht faktisch Abgeordnete ins Parlament schicken, sie seien aber „virtuell“ vertreten (virtual representation). Auch in England sei jeder Bürger steuerpflichtig, ohne daß auch jeder wahlberechtigt wäre, argumentierte Johnson (der von der Regierung für seine Schriften bezahlt wurde) und Burke fügte hinzu, daß Parlament habe „imperialen Charakter“, sei also im ganzen frei von lokalen Beschränkungen. Diese korrekte Argumentation verwandten die Radikalen gegen ihre Feinde: Sie forderten ein Ende der virtual representation auch in England und eine Wahlrechtsreform. Die Middlesex-Krise war fünf Jahre zuvor einfach ausgesessen worden, nun wurde die Problematik erneut deutlich: Das Parlament hatte die absolute Macht, die Öffentlichkeit war fast machtlos. Die Angst vor parlamentarischer Despotie mündete in Krisenstimmung.
Seit 1649 war die Volkssouveränität ein rein rhetorisches politisches Schlagwort, erst jetzt wurde sie der außerparlamentarischen Opposition, aber auch von den Radikalen im Parlament eingefordert. Neben dem imperativen Mandat verlangte man konkret jährliche Neuwahlen (seit 1760 brachte John Sawbridge regelmäßig entsprechende Anträge im Parlament ein), eine Neuordnung der Wahlbezirke und eine Ausweitung des Wahlrechts. Die Neuordnung der Wahlbezirke war seit 1771 ein politisches Anliegen, am 21. März 1776 hielt John Wilkes (nach seiner Haftentlassung ordentlicher Abgeordneter) eine entsprechende Rede im Parlament. Er bezuog sich auf die ungerechte und parteiische Verteilung der Wahlbezirke, von denen einige wie Old Sarum ganz ohne Wähler waren. In diesen pocket boroughs oder rotten boroughs konnten die zuständigen Patrone einen Kandidaten nominieren, der ohne Wahl ein Mandat erhielt. Ursache dieses absurden Zustands war die demographische Verschiebung innerhalb Englands: z.B. hatten im Mittelalter viele wegen ihrer Zinnvorkommen wichtige Orte in Cornwall vom König zwei Mandate zugeteilt bekommen. Später verfielen die Gemeinden und starben aus, ohne daß die Mandate eingezogen worden wären. Um aber das Parlament aus praktischen Gründen nicht zu stark zu vergrößern, wurden seit dem 17. Jahrhundert keine neuen Mandate vergeben, so daß Städte wie London stark unterrepräsentiert waren. Wilkes stellte in seiner Rede ein Rechenbeispiel auf, in dem er sich auf die absolute Parlamentsmehrheit von 254 Sitzen bezog. Er kam zu dem (richtigen) Schluß, daß 254 Abgeordneten von 5723 Wählern aus leeren oder sehr kleinen Wahlbezirken gewählt wurden. Sein Vorschlag war, alle rotten boroughs (und die sehr kleinen) abzuschaffen und die Mandate gleichmäßig zu verteilen, so daß jedem Sitz im Parlament ungefähr die gleiche Anzahl von Stimmen entspräche. Unterstützt wurde Wilkes außerparlamentarisch von John Cartwright, einem ehemaligen Major der Armee, der wegen des amerikanischen Krieges das Heer verlassen hatte. Die Gegner Wilkes’, die Konservativen und die moderaten Whigs, bestritten nicht die Notwendigkeit einer Reform, führten die Debatte aber auf einer andere Ebene: Sie zählten die Mandate der rotten boroughs zum Eigentum der Patrone und berieten deshalb über die Höhe etwaiger Entschädigungszahlungen. Ihr Hauptargument war allerdings, das eine solche Reform nicht in Kriegszeiten begonnen werden sollte.
Die Ausweitung des Wahlrechts war viel umstrittener. Auf dem Land galt ein Mindesteinkommen von 40 Schilling pro Jahr als Qualifikation für das passive Wahlrecht, in den städtischen boroughs war das Wahlrecht durch königlichen Erlaß geregelt: Teilweise durfte jeder Hausbesitzer oder Steuerzahler wählen, teilweise nur die Mitglieder des Stadtrates. Angehörige der Unterschichten hielt man grundsätzlich für unqualifiziert, nicht nur wegen ihres Analphabetismus, sondern auch wegen ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit, denn Wahlen waren öffentlich. Auch in den amerikanischen Kolonien trat z.B. John Adams für eine Eigentumsqualifikation beim Wahlrecht ein. Trotz der propagierten Unabhängigkeit war die Stimmabgabe im 18. Jahrhundert in England stark von gegenseitigen Beziehungen abhängig, für die „richtige“ Wahl gab es von den reichen Patronen besondere Zuwendungen, häufig wurde auch eine Wahl als rauschendes Fest inszeniert. Die alkoholisierten Wähler lieferten sich auch Schlägereien vor den Wahllokalen und hinderten die Gegenseite an der Abgabe ihrer Stimmen. Zusammen mit einem Besuch des Patrons in den Häusern seiner wahlberechtigten Klienten bildeten Wahlen eine Art Karneval. In den 1770er Jahren änderte sich diese Einstellung, die Wahl wurde als unabhängiger politischer Akt betrachtet. Parallel dazu lockerten sich alte Klientelverbindungen und erleichterten die Erneuerung. Gleichzeitig traten Radikale wie Cartwright auf und forderten Bürgerrechte als Naturrecht, d.h. als Recht jedes erwachsenen Mannes. Die gesamte Bevölkerung sollte ihren politischen Willen in Wahlen äußern können. Wilkes unterstellte, daß jeder männliche Hausvorstand einen gewissen Einblick in politische Zusammenhänge habe, die ihn für das Wahlrecht qualifizierten. Die Reaktionen auf diese revolutionären Ideen seitens der Konservativen waren vor allem herablassend: Nach den radikalen Vorstellungen, so spottete der Abgeordnete Jenyns, dürften auch Vagabunden, Kriminelle und Geisteskranke, ja selbst Frauen und Kinder wählen. Schwangere Frauen müßten deshalb sogar zwei Stimmen abgeben dürfen. Das beste Argument war tatsächlich das Frauenwahlrecht, das nach den radikalen Theorien ebenso naturgegeben sein sollte, von allen politisch Aktiven aber einmütig abgelehnt wurde. Auch für eine Ausweitung des Männerwahlrechts war die Zeit noch nicht reif; immerhin wurden die radikalen Ideen schon diskutiert.
Während gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Amerika und Frankreich revolutionäre Bewegungen enstanden, blieb es trotz aller politischen Konflikte in England selbst ruhig. Die Gründe waren der militärische Konflikt mit den Kolonien in den 70er Jahren und ein die Konservativen stützendes allgemeines Krisengefühl in den 80er Jahren. Das Bedürfnis nach grundlegenden Reformen wurde von der Angst vor einem Umsturz überwogen. Zu dieser Angst trugen ungewollt auch die Konservativen bei. 1780 wurden den Katholiken per Parlamentsbeschluß mehr Rechte zugestanden. Dagegen mobilisierte Lord Gordon eine Protestbewegung, die in einer Demonstration von fast 100.000 Bürgern vor dem Parlament endete. Angesichts der gespannten Lage setzte das Parlament den Demonstranten nicht, wie im riot act vorgesehen, eine Frist von einer Stunde, um danach Militär einzusetzen, sondern wartete fünf Tage lang ab. Während dieser Zeit brandschatzte und plünderte der versammelte Mob in London, zunächst katholische Kirchen und Häuser, später jedes beliebige Gebäude, bevorzugt Brauereien. Ehrbare Bürger flohen während der Gordon Riots aus London, und die Initiativen für ein Wahlrecht der Unterschichten waren gründlich diskreditiert. Ausgerechnet während der Ausschreitungen trug der Duke of Richmond eine Gesetzesvorlage mit dem Titel „Gesetz zur Erklärung der natürlichen und unveränderlichen Rechte der einfachen Leute in ganz England“ im Oberhaus vor; er wurde ausgelacht.
Zwat konnten die Radikalen sich mit keiner ihrer Forderungen durchsetzen, ihre Ideen ermöglichten aber einen Bruch mit alten Vorstellungen. Angestoßen wurde die Diskussion vom Widerstand der nordamerikanischen Kolonien, zu einem erfolgreichen Abschluß im Sinne der Demokratie und Volkssouveränität kam sie erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts.