Die Flucht vor der ländlichen Arbeitslosigkeit in die Städte bedeutete für die Arbeiter einen Kulturschock. Zur Entwurzelung (in den Städten fehlte ein Patron und eine enge Gemeinschaft) kamen auch die ungewohnten Arbeitsbedingungen, die sich nach Uhren richteten. Ein Arbeitstag dauerte, mit einer festgelegten Pause, zwölf Stunden, da das Tageslicht noch als Hauptlichtquelle diente. Der reale Lebensstandard einer Arbeiterfamilie war schwer zu ermessen, da Frauen und Kinder zu geringeren Löhnen mitarbeiteten und so zum Familieneinkommen beitrugen. Bis in die 1790er Jahre war das Leben wahrscheinlich relativ erträglich, man litt keinen Hunger und hatte sogar etwas Geld für Alkohol übrig. Erst die infolge des Krieges mit Frankreich steigenden Brotpreise führten zu Unruhen. Die Proteste waren aber auch Ausdruck eine langsam entstehenden politischen Bewußtseins. Trotzdem wurden die Löhne durch die Festsetzung von Maximallöhnen bewußt gering gehalten, weil die gängigen Wirtschaftstheorien nur den Angebotsaspekt (d.h. niedrige Produktionskosten) berücksichtigten und weil man glaubte, die unteren Schichten zur kontinuierlichen Arbeit zwingen zu müssen. Diese Auffassung war nicht völlig falsch, denn es gab kein Spar- oder Vorsorgebewußtsein der Arbeiter, sie gaben ihr gesamtes Einkommen sofort aus und arbeiteten nur für den täglichen Bedarf.
Andererseits hätte das System der Armenfürsorge (poor relief) jede Eigeninitiative auch bestraft: Unterstützt wurden nur völlig Mittellose. Außerdem unterschied man zwischen deserving poors (wie Behinderten, Witwen mit Kindern usw.) und undeserving poors. Letzteren warf man vor, trotz ihres gesunden Körpers nicht zu arbeiten; sie erhielten keinerlei Unterstützung. Das Konzept der unverschuldeten Arbeitslosigkeit gab es noch nicht. Die Einrichtung von Arbeitshäusern für die undeserving poors erwies sich als ineffektiv und zu teuer. Zur staatlichen Armenfürsorge trat die private Wohltätigkeit, die vor allem die soziale Hierarchie stützte. Allerdings konnten natürlich die wenigen Armen in reichen Gemeinden eher unterstützt werden als die vielen Armen in ärmeren Gebieten; in den entstehenden Slums der großen Städte griff das System überhaupt nicht mehr. Insgesamt verbesserten sich die Lebensbedingungen der Unterschichten bei allen Nachteilen spärbar im Vergleich zum 17. Jahrhundert. Auch bildete sich eine Hierarchie mit den angelernten Facharbeitern und Maschinisten an der Spitze, die häufig auch Clubs gründeten, in denen politische Debatten geführt wurden.