Im 17. Jahrhundert war die Beschäftigung mit Kunst wegen der horrenden Kosten eine Domäne des Adels gewesen. Adelige statteten ihre Paläste mit Bildern aus, unterhielten Orchester und finanzierten einzelne Künstler, die völlig von ihnen abhängig waren. Im 18. Jahrhundert dagegen konnten auch die Mittelschichten in Kunst investieren, zunächst mit dem System der Leihbibliotheken (circulating libraries), etwas später mit dem Ausbau von Vergnügungsparks (pleasure gardens) zu kulturellen Stätten: Durch die gemeinsame Finanzierung wurden Konzerte möglich, und auch bildende Künstler benutzten die Gebäude der Parks, um ihre Werke einem größeren (eventuell zahlenden) Publikum zugänglich zu machen.